Integration
und Inklusion

Die Integrationspolitik ist ein umfassender Ansatz, der auf die Stärkung der gesellschaftlichen, sprachlichen und politischen Integration von Menschen abzielt. Alle Institutionen wie das Arbeitsmarkt­service (AMS), Bildungseinrichtungen, Behörden, Krankenhäuser, die Zivilgesellschaft und auch Institutionen im Bereich Freizeit oder Sport sind gefordert, spezielle Kompetenzen für Diversität zu entwickeln. Zunehmend werden in diesem Bereich digitale Ausbildungs- und Informationsinstrumente eingesetzt. Zentral stellen sich Kenntnisse der deutschen Sprache als eine Voraussetzung für dauerhafte Zuwanderung dar. Der Einsatz von digitalen Angeboten bietet eine Chance in der Vermittlung von Informationen und Services.

Maßnahmen

  • Ausbau multilingualer Serviceplattformen zur Bereitstellung von Informationen und Lernmaterialen sowie zur erleichterten Anerkennung beruflicher Qualifikationen
  • Ausbau von Serviceangeboten von Unter­nehmen und Privatpersonen im Rahmen integrationspolitischer Netzwerke
  • Verstärkte zielgruppenspezifische Vermittlung digitaler Kenntnisse und Zugangsmöglichkeiten zu erforderlicher Hardware
  • Vernetzung von Freiwilligen und NGOs durch digitale Anwendungen, um die Integration und den Spracherwerb zu erleichtern

Das Ziel digitaler Inklusion ist es, allen Menschen das notwendige Rüstzeug für Informations- und Kommunikationstechnologien zu vermitteln, um dadurch digitale Klüfte hinsichtlich Zugang, Bildung, Einkommen und Geschlecht zu minimieren. Die Gefahr, dass Menschen ohne Zugang zum Internet ein wesentlicher Nachteil entsteht, kann sich verstärken. Um allen Menschen den Zugang zu digitalen Angeboten zu ermöglichen, ist eine flächendeckende Umsetzung der IKT-Barriere­freiheit im Sinne der UN-Menschenrechtskonvention und des Nationalen Aktionsplans für Menschen mit Behinderungen notwendig. Neben dem Angebot analoger Ersatzdienste hat die Reduktion der Zahl der „Offliner“ hohe Priorität.

Websites und mobile Anwendungen sollen nach EU-weit einheitlichen Standards für die BenutzerInnen, insbesondere für Menschen mit Behinderung, besser zugänglich werden und müssen wahrnehmbar (lesen, hören, taktil erfassen), bedienbar (alle Eingabegeräte wie Tastatur, Maus, Touchscreen müssen unterstützt werden), verständlich und robust (technisch fehlerfrei, sodass auch assistierende Technologien wie Screenreader problemlos damit umgehen können) sein. Auch eine einfache, klar verständliche Sprache ist notwendig, um Informationen möglichst allen zugänglich zu machen.

Maßnahmen

  • Forcierung von barrierefreiem Zugang durch die Umsetzung der Web-Accessibility-Richtlinie für Websites und mobile Anwendungen öffentlicher Stellen
  • Förderung der Barrierefreiheit in der Verwaltung sowie stärkere Anwendung von Standardver­fahren zur Prüfung der Barrierefreiheit von IT-Produkten
  • Bündelung der Initiativen von Unternehmen und NGOs zur Schließung der digitalen Kluft; Unter­stützung des Erwerbs von IKT- und Medien­kompetenz für ältere und IKT-ferne Personen unter Sicherstellung der Gendergerechtigkeit
  • Bekämpfung von funktionalem Analphabetismus und Stärkung der Fremdsprachenkompetenz als Grundlage für die digitale Teilhabe
  • Verstärkter Einsatz von Leichter-Lesen-Versionen durch öffentliche Stellen